9.10.2025: Okaukuejo – Dolomite Camp, 183km

Nach dem Telefonat mit der Autovermietung und dem Gstürm um Kohle für eine neue Kaution, etc. um 7.30Uhr entscheiden wir unseren Plan wie besprochen durchzuführen. In solchen Situationen merken wir extrem, wie viel weiter wir technologisch und in administrativen Prozessen sind, als sie hier in Namibia. Das Wlan funktioniert fast nicht und wenn dann brutal langsam. Dadurch dauert es gefühlt ewig, bis wir die Zusage haben, dass ein Fahrer das Fahrzeug Obis noch heute bringen wird.

Wir fahren getrennt bis zum Dolomite Park. Tinu und ich gehen schon mal vor und fahren weiterhin jedes Wasserloch an und beobachten die riesigen Herden von Tieren, die sich da versammeln. Sogar zwei Löwen machen eine Pause unter einem Busch.

Vor etwas mehr als einer Woche hat der Steppenbrand im Etosha gewütet und viele Schneisen der Zerstörung hinterlassen. Heute fahren wir nun durch das Gebiet, dass am meisten betroffen war. Bis zum Okaukuejo Camp haben wir nur einzelne verbrannte Gebiete gesehen, die vielleicht nicht einmal mit dem letzten Brand in Verbindung gebracht werden kann. Etwa 50km westlich von Okaukuejo fängt es dann an. Riesige Flächen (geschätzt etwa ein ca. 30km breiter Landstrich) ist verbrannt. Dort sieht man statt dem goldenen Steppengras nur noch die rote Erde und verkohlte Flächen. Oft sieht man auch die diversen Brandabschnitte und Feuerschneisen. Eine Seite hat Steppengras und Büsche, die anderes Seite ist verkohlt. Tiere sind nur vereinzelt anzutreffen, da ihr Futter ausgegangen ist. Dafür sind die vielen Wassenlöcher überfüllt mit Tieren, die Wasser und Nahrung suchen.

Wir kommen Anfang Nami im Dolomite Camp an und checken bereits für uns alle vier ein. Obis haben sich von ihrem Auto „Buddy“ verabschiedet und „Bruno“ übernommen, derweil sind sie auch gestartet und wir hoffen, dass sie etwa um 18.00Uhr ebenfalls im Camp eintreffen werden.

Sie werden sicher weniger Zeit haben als wir, um die Wasserlöcher zu besuchen, da sie vor Sonnenuntergang im Camp sein müssten. Die beiden fahren mit „Bruno“ die gut 180km in rekordverdächtigen 2.5h und sind bereits kurz nach 17.00Uhr im Camp, wo wir auf ihre Ankunft anstossen und froh sind, dass unsere Hood wieder beisammen ist. Morgen haben wir zum Glück noch einen letzten Tag im Park, wo wir bestimmt noch eine Pirschfahrt machen werden.